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Memento mori · Joseph von Eichendorff
Schnapp Austern, Dukaten,
Mußt dennoch sterben!
Dann tafeln die Maden
Und lachen die Erben.
An den Tod · Friedrich Hebbel
Halb aus dem Schlummer erwacht,
den ich traumlos getrunken,
Ach, wie war ich versunken
In die unendliche Nacht!
Tiefes Verdämmern des Seins,
Denkend nichts, noch empfindend!
Nichtig mir selber entschwindend,
Schatte mit Schatten zu eins!
Da beschlich's mich so bang,
Ob auch den Bruder verdrängend,
Geist mir und Sinne verengend,
Listig der Tod mich umschlang.
Schaudernd dacht ich's, und fuhr
Auf, und schloß mich ans Leben,
Drängte in glühendem Erheben
Kühn mich an Gott und Natur.
Siehe, da hab ich gelebt:
was sonst, zu Tropfen zerflossen
Langsam und karg sich ergossen,
Hat mich auf einmal durchbebt.
Oft noch berühre du mich,
Tod, wenn ich in mir zerinne,
Bis ich mich wieder gewinne
Durch den Gedanken an dich
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